Müde & Antriebslos – Wie komme ich aus der Energiekrise?

Das Leben ist fordernd und in den vergangenen Monaten sind wir besonders auf die Probe gestellt worden. Die Pandemie war und ist sehr anstrengend. Wir haben mit vermehrtem Stress und Ängsten zu kämpfen. Hinzu kommt, dass man sich während eines Lockdowns eher schlecht ernährt und sich zu wenig bewegt. Dies alles sind verstärkende Faktoren oder Auslöser für eine depressive Verstimmung. Was die Ursachen für eine Depression sein können, aber auch welche Pflanzenheilmittel helfen können erkläre ich Ihnen in diesem Blogbeitrag.

Ursachen und relevante Faktoren

Eine Depression ist immer multifaktoriell. Man wird nicht immer von einem einzigen Ereignis krank, sondern es sind mehrere Faktoren die schlussendlich das Fass zum Überlaufen bringen. Es gibt sogenannte Starter-Faktoren, wie traumatische Erlebnisse in der frühen Kindheit, Infektionen die man nicht ganz überwunden hat, Impfungen oder Umweltbelastungen. Diese bilden meist schon die Voraussetzung für eine spätere Depression. Die Verstärkungsfaktoren, wie eine falsche Ernährung, wenig Bewegung, eine schlechte Psychohygiene oder dauerhafter Stress fördern ein seelisches Unwohlsein und auch die körperlichen Ursachen dafür. Dann braucht es oft nur einen auslösenden Faktor, wie ein traumatisches Erlebnis oder plötzlicher starker Stress und das Fass läuft über. Die Starter- und Auslöser Faktoren können wir kaum beeinflussen, jedoch bei den verstärkenden Faktoren haben wie einen großen Spielraum an Möglichkeiten. 

 

Grob zu unterscheiden sind zwei Arten von Hormonen. Die Gehirnhormone wie Serotonin und Dopamin, auf welche wir im Einzelnen nochmal genau eingehen, und die Körperhormone. Die Körperhormone sind Hormone welche in der Nebenniere oder Schilddrüse gebildet werden und unsere Sexualhormone.  Haben wir dauerhaft sehr viel Stress, bildet unser Körper ständig Adrenalin in der Nebenniere. Die Nebennierenrinde, unser Stoßdämpfer des Lebens, wird überlastet und wir sind schneller gereizt, sind nervöser, haben Temperaturschwankungen, eine schwaches Immunsystem und vermehrt Unverträglichkeiten. Ist unsere Schilddrüse zu aktiv, bekommen wir Herzrasen, Angstzustände und sind leichter reizbar. Bei einer Unterfunktion erleben wir eher eine beliehene Schwere, welche durch Ruhe oftmals verstärkt wird. Die Sexualhormone steuern wiederum unseren Schlaf-Wachrhythmus, die Libido und können Ursachen für PMS sein.

Sie sehen also, eine Depression oder eine depressive Verstimmung kann oft eine körperliche Ursache haben, welcher man durch gezielte Therapie entgegenwirken kann. Um so wichtiger ist es also auf einen gesunden Körper zu achten und seinem Arzt oder Therapeuten die genauen Symptome zu schildern. Aber auch eine gute Psychohygiene ist eine ideale Voraussetzung für Glückshormone. Dabei können Atemübungen oder Meditation helfen, aber auch Spaziergänge, wo Sie bewusst den Gedankenfilter einschalten und den Alltag zuhause lassen. Mir persönlich helfen ätherische Öle. Ich sprühe meinen Lieblingsduft in Räume, in denen ich mich wohlfühle oder während Situationen, die mich glücklich machen. Genau diesen Duft sprühe ich mir dann auf ein Taschentuch und stecke es in die Hosentasche. Erlebe ich eine unangenehme Situation oder habe ich Stress, rieche ich dran. Der Duft bringt mich gedanklich zurück an meinen Wohlfühlort. 

Dopamin – Traurig, Müde und Antriebslos? 

Fühlen Sie sich oft traurig, müde oder antriebslos und kommen schon morgens kaum in die Gänge, könnte es an einem Mangel an Dopamin liegen. Die Bildung des Neurotransmitter Dopamin ist ein komplexes System in unserem Körper, welches ich Ihnen näher erklären möchte.

Die Aminosäure Tyrosin als Quelle für Dopamin, ist ein sehr wichtiger Neurotransmitter. Zu wenig Dopamin kann zu einer traurigen Verstimmung führen. Aus Dopamin wird wiederum Adrenalin gebildet, ein essentielles Energiehormon. Haben wir zu wenig Adrenalin werden wir träge und antriebslos. Ein Vollbild der Depression kann entstehen, eine sogenannte Dopamin Depression. Tyrosin ist ein Bestandteil von Proteinen, weshalb es wichtig ist, genug Eiweiß zu sich zu nehmen. Das Eiweiß alleine kann jedoch diesen Mechanismus nicht starten. Tyrosin benötigt für alle Synthesewege diverse Co-Faktoren wie alle B-Vitamine, vor allem Vitamin B6 und Mineralstoffe wie Magnesium, Kupfer und Eisen. Zu erwähnen ist noch, dass aus Tyrosin das Schilddrüsenhormon Tyroxin entsteht. Hat man eine Schilddrüsenunterfunktion kann dies oft mit einer depressiven Verstimmung einhergehen.

Wo wird aber jetzt Tyrosin und die wichtigen Co-Faktoren aufgenommen? Im Darm! Haben wir ein gestörtes Verdauungssystem können wir aus der Nahrung diese wichtigen Bestandteile für unsere Glückshormone nicht resorbieren. Um sicher zu gehen, können Sie im Labor Ihren Tyrosingehalt im Blut messen lassen. Dies ist leider nicht zu 100% aussagekräftig da es noch nichts darüber aussagt, wieviel Tyrosin in Ihrem Gehirnstoffwechsel ankommt. Möchten Sie die Dopaminproduktion unterstützen, empfehle ich Ihnen die afrikanische Juckbohne Mucuna Pruriens. Diese Heilpflanze enthält zu 75% L-Dopa und kann somit die Produktion von Glückshormonen fördern.

Serotonin Schlafstörungen, Schmerzempfindlich, chronische Kopfschmerzen oder Heißhungerattacken?

Ein Serotoninmangel äußert sich durch Einschlaf- oder Durchschlafstörungen, Schmerzempfindlichkeit oder Heißhungerattacken. 95% des Serotonins werden im Darm von Darmbakterien hergestellt. Im Darm wird aus der Nahrung Tryptophan gewonnen, aus diesem bildet der Körper 5 http und anschließend Serotonin. Ist unser Darm nicht gesund, kann kein L-Tryptophan resorbiert werden. Deshalb ist es so wichtig, dass Sie Ihren Darm gesund halten. Wie Sie das machen können Sie in unserem Blogbeitrag „Ein Wellnessprogramm für den Darm“ nachlesen. Erwähnen möchte ich hier nur das Produkt Regulatpro® Bio. Die aus Kaskadenfermentation gewonnenen Enzyme sind nicht nur für unser Magen-Darmsystem von großem Wert, sondern fördern die Energieproduktion in unseren Zellen. Welches wiederum wichtig für unseren gesamten Energiehaushalt ist.  Wie bei allen Prozessen spielen hier wieder Co-Faktoren eine wichtige Rolle. Serotonin ist ein Neurotransmitter und ein Gewebshormon, es hat also eine doppelte Rolle in unserem Körper. Im Gehirn ist es unter anderem essentiell für unsere Gedächtnisleistung, allem voran für kreative Ideen.

Auch für eine natürliche Unterstützung des Serotoninspiegels hat uns die Natur eine Heilpflanze aus Afrika gegeben. Griffonia simplifolia ist eine natürliche Quelle für 5 http, also eine Vorstufe von Serotonin. Hierzu gibt es jedoch einen Warnhinweis: Vorsicht bei dem Gebrauch von Medikamenten, die die Freigabe von Serotonin bezwecken, da dieses Produkt diese Wirkung verstärken kann. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Gesundheitsprodukten sind möglich. Sachkundiger Rat sollte eingeholt werden.

Ganz ohne Nahrungsergänzungsmittel lässt sich der Serotoninspiegel durch Sonnenlicht und Bewegung beeinflussen. Machen Sie Sport, wird im Körper weniger L-Tryptophan verbraucht, welches wiederum für die Serotoninproduktion zu Verfügung steht. Also Bewegung an der frischen Luft und in der Sonne macht glücklich und ausgeglichen!

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass unser Körper ein komplexes System ist und alles zusammenhängt. So ist es wichtig zu beachten welche Medikamente man einnimmt. Die Antibabypille kann zum Beispiel zu einem Mangel von Vitamin B6 führen. Aber all unsere Körperfunktionen müssen richtig funktionieren. Unser Darm muss gesund sein und unsere Leber sollte entgiftet sein, damit alle essentiellen Nährstoffe aus der Nahrung und auch aus wertvollen Nahrungsergänzungsmitteln aufgenommen werden können.

Johanniskraut – Sonne der Seele

Johanniskraut gilt als eingefangene Kraft der Sonne und ist seit jeher die beliebteste und wichtigste Heilpflanze bei Depressionen und Stimmungstiefs. Es hat von all den Mittsommerpflanzen die größte Kraft Sonnenlicht zu speichern und das wieder abzugeben. Bessere Stimmung, mehr Kraft und Zuversicht.  Johanniskraut hat sehr viele wirkungsvolle Bestandteile und zwei davon wirken sich besonders gut auf unser Wohlbefinden aus. Der Wirkstoff Hyperizin beeinflusst die Zirbeldrüse und ist somit förderlich für die Produktion von Melatonin. Johanniskauft kann sich also positiv auf unseren Schlaf- Wachrhythmus auswirken. Der zweite Wirkstoff ist Hyperforin. Er fördert alle Neurotransmitter, darunter auch Serotonin und Dopamin. Gerade aber deshalb hat Johanniskraut auch viele Wechsel- und Nebenwirkungen, welche bei einer Einnahme aber auch bei der äußerlichen Anwendung zu beachten sind.  Es wirkt sich auf die wichtigen Leberenzyme aus, wodurch bestimmte Medikamente wie Blutverdünner oder die Antibabypille zu schnell verstoffwechselt werden. Aber auch mit anderen synthetischen Antidepressiva ist es nicht zu kombinieren. Es könnte zu einem Überschuss an Serotonin kommen. Zusätzlich sollten Sie wissen, dass Sie, wenn Sie Johanniskraut einnehmen oder auftragen, besonders mit der Sonne aufpassen sollen. Es kann sein, dass Sie besonders lichtempfindlich werden.

Aber auch für all diese Problemstellungen gibt es eine Lösung. Die Spagyrische Essenz Johanniskraut wird durch die spezielle spagyrische Aufbereitung so verändert, dass keine Gefahr einer Arzneimittelwechselwirkung, noch die Gefahr einer photo-sensibilisierenden Wirkung bei der Anwendung besteht. Was die Spagyrik von klassischen Tinkturen unterscheidet erklärt unsere liebe Ina in Ihrem Blogbeitrag „Phytotherapie – die Kraft der Pflanzen“.

Berücksichtigt man all diese Neben- und Wechselwirkungen ist Johanniskraut eine wunderbare Heilpflanze. Neben dem positiven Effekt auf unser Wohlbefinden, unterstützt es unsere Leber und Galle, kann entzündliche Prozesse minimieren und bei Hautproblemen wie Neurodermitis helfen. Hier wird es auch gerne als Johanniskrautöl eingesetzt.

Was ist noch zu beachten

Unser Körper ist ein komplexes System, so auch unser Gehirn und unser Hormonsystem. Achten wir darauf können wir es schon mit unserem Verhalten im Alltag positiv beeinflussen. Sport und Bewegung an der frischen Luft, aber auch zwischenmenschlicher Kontakt und Berührungen sind wichtige Wohlfühlfaktoren. Manchmal darf man aber auch einfach unrund oder traurig sein. Das Leben ist nicht immer lustig und leicht. Denken Sie darüber nach, was die Ursache für Ihre Stimmung ist. Überlegen Sie, ob Sie in Ihrem Leben etwas verändern können damit es Ihnen besser geht. Übernehmen Sie die Verantwortung für Ihr Leben!

Martina Wallner Morin

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Martina Wallner-Morin

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