Herz

Das Herz und das Kreislauf-System – so halten Sie alles im Fluss!


Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen schon lange zu den Zivilisationskrankheiten. 
Lebensstil und -umstände haben einen direkten Einfluss. Schauen wir uns kurz die Biologie an. Unser Herzmuskel pumpt pro Tag etwa 100.000-mal, bis zu 10.000 Liter Blut durch etwa 100.000 Kilometer Blutgefäße – das ist mehr als das Zweifache des Erdumfangs! Das gesunde Herz schlägt 60- bis 80-mal pro Minute – der Puls unseres Lebens! Es holt sich sauerstoffreiches Blut aus der Lunge und pumpt es in die Arterien. Diese verteilen es im ganzen Körper. Dabei verzweigen sie sich zu immer feineren Kapillaren, die alle Organe und Gewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Stoffwechselprodukte und Kohlendioxid werden wiederum aufgenommen und fließen über die Venen zurück, denn nach jedem Pumpen saugt das Herz Blut auch wieder an. Vom Herz geht es wieder zur Lunge und der Kreislauf beginnt von vorn.

Welche Risiken können auftreten?

Nicht beeinflussen können wir bestimmte Risikofaktoren wie zunehmendes Alter oder auch genetische Voraussetzungen. Mindestens genauso entscheidend sind allerdings jene Faktoren, die wir direkt beeinflussen können. Dazu zählen Übergewicht, Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum, Bewegungsmangel, und auch das Cholesterin spielt eine wichtige Rolle.

Erhöhtes Cholesterin und oxidiertes LDL

Das „Gesamt-Cholesterin“ ist dabei nicht ausschlaggebend, sondern eher das „oxidierte LDL“. Freies Cholesterin ist ein wichtiger Stoff in unserem Körper und ist zum Transport im Blut gebunden als Lipoproteine HDL (High Density Lipoprotein) und LDL (Low Density Lipoprotein). HDL wird gemeinhin als das „Gute“ und LDL als das „Schlechte“ Cholesterin bezeichnet, letzteres sollte einen Wert von 130 nicht übersteigen.
Wirkliche Aussagekraft über ein erhöhtes Risiko hat das oxidierte LDL.
Es entsteht durch Entzündungen und muss speziell im Blutbild bestimmt werden.
Dieses oxidierte LDL schädigt die Blutgefäße und sorgt für Ablagerungen und zwar um so stärker, je kleiner die Partikel sind – auch das ist messbar: 1 ist am größten, 7 am kleinsten.

Entzündungs-Faktoren zählen zu den Risiken

Im Blutbild gemessen als CRP-Wert (C-reaktives Protein), genauer wäre noch der hs CRP-Wert (hochsensitives CRP). Der Wert sollte im Blutbild unter 1, besser noch unter 0,7 liegen. CRP wird in der Leber gebildet, wenn Bakterien in die Blutbahn gelangen. Dazu kann es zum Beispiel durch Probleme mit den Zähnen kommen oder durch einen durchlässigen Darm (Leaky Gut). Mundraum und Darm gehören dann dringend saniert!

Der Blutzucker hat auch einen starken Einfluss

Dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte setzten im Blut Entzündungs-Botenstoffe frei und somit oxidative Prozesse. Außerdem kommt es auch zu erhöhtem Insulin im Blut und dieses ist wiederum für die kleinen LDL-Partikel verantwortlich.

Ein erhöhter Homocystein-Wert ist ein weiteres Risiko

Erhöhtes Homocystein führt zu Schäden an den Gefäßwänden, dies führt zu Ablagerungen, was Thrombosen und Infarkte zur Folge haben kann. Homocystein ist eine Zwischenstufe im Aminosäurestoffwechsel. Dieser Stoffwechsel kann durch eine seltene genetische Veranlagung gestört sein, aber auch durch einen Vitamin-B-Mangel oder Nikotinkonsum.

Chronischen Stress möchte ich hier noch als Risikofaktor anbringen

Am deutlichsten verspürt man Stress als Auslöser für Bluthochdruck. Er ist aber auch ursächlich für schlechte Blutfette und beeinträchtigt das Herz negativ.

Was können wir nun tun?

Den größten Einfluss auf unsere Gesundheit haben wir immer durch ERNÄHRUNG, BEWEGUNG Und ERHOLUNG!

Mediterrane Diäth?

Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, dass die optimale Ernährung die Mediterrane Kost ist. Hierbei verzichten Sie auf rotes Fleisch und essen weniger Kohlehydrate, und am besten keinen Zucker. Gemüse können wir nach Lust und Laune jede Menge essen. Obst ist natürlich auch super! Die sehr süßen Sorten mit viel Zucker bitte nicht all zu oft. Beeren sind besser geeignet und können gerne täglich gegessen werden, denn viel Abwechslung bei Gemüse und Obst versorgt uns mit reichlich Vital- und Ballaststoffen.

Proteine brauchen wir jeden Tag, aber Fleisch reicht 1 bis maximal 3-mal die Woche und dann bitte nur Fisch, Meeresfrüchte oder Geflügel. An den anderen Tagen können wir uns mit Hülsenfrüchten, Pilzen oder Eiern sehr gut versorgen. Ich glaube die meisten von uns assoziieren Mediterrane Diät mit Antipasti, Fisch und Olivenöl. Das fasst es sehr gut zusammen, aber ohne Pizza und Pasta!

Experten Tipp:

Damit Proteine gut verwertet und aufgenommen werden brauchen wir den richtigen pH-Wert im Magen und genug Enzyme. Zitronenwasser vor dem Essen und fermentiertes Gemüse als Side-Dish können die Verdauung optimieren. Fermentiertes Gemüse enthält außerdem Spermidin, allen voran Natto-fermentierte Sojabohnen. Dieses Spermidin räumt in den Zellen auf und hat so positive Effekte für Herz und Gefäße. Wie Sie Fermente lecker zubereiten hat Ihnen meine Chefin schon einmal vorgekocht! In unserem Video „Martinas Fermenteküche“ finden Sie unsere Lieblingsrezepte.

Kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Brot, Pasta, Pizza, Reis und Kartoffeln werden zu Zucker verdaut und sollten höchstens einmal am Tag im Speiseplan auftauchen. Auf Kuchen und Süßigkeiten ist manchmal schwer zu verzichten, aber vielleicht reicht es ja aus, sich zum Beispiel nur am Sonntag mit etwas Süßem zu belohnen.

Milch und Milchprodukte wie Käse gehören definitiv zu meinen liebsten Lebensmitteln. Dennoch versuche ich weitgehend darauf zu verzichten, denn es ist leider kein gutes Lebensmittel für uns Menschen. Unter anderem sind sie von Nachteil bei chronischen Krankheiten, wahrscheinlich weil sie Entzündungsprozesse fördern können.

Wunderbare Öle wie Olivenöl oder Hanföl enthalten gute Fettsäuren und reichlich gesunde sekundäre Pflanzenstoffe. Natürlich können wir auch köstliche Nüsse und Saaten zu unserem Essen geben. Kokosöl ist sehr hitzebeständig und lässt sich daher sehr gut als Bratfett einsetzen.

Intermittierendes Fasten

Außerdem ist die Häufigkeit der Mahlzeiten sehr wichtig. Um nicht ständig einen erhöhten Blutzuckerspiegel zu haben, sollten wir nur dreimal täglich eine Mahlzeit zu uns nehmen, die optimal mindestens fünf Stunden Abstand voneinander haben – also keine kleinen Snacks zwischendurch! Intermittierendes Fasten ist eine Intervention zur Unterstützung der Stoffwechselgesundheit und insbesondere der Insulinsensitivität. So bleibt der Zucker nicht zu lange in der Blutbahn. Dinner-Channeling ist manchen vielleicht eher ein Begriff – einfach Frühstück oder Abendessen auslassen, so kommt man leicht auf 16 Stunden ohne Mahlzeit. Über dieses Thema hat Martina in Ihrem Blogbeitrag „Meine persönlichen Fettkiller!“ schon einmal im Detail geschrieben.

Täglich reichlich Polyphenole

Polyphenole, so heißen die Stoffe in Pflanzen, Gewürzen, Obst und Gemüse, die unter anderem zu Geschmack, Geruch und Farbe beitragen. Wir können sie einfach auch „PflanzenSuperPower“ für unser Wohlbefinden nennen. Ihre Namen sind Flavonoide, Isoflavonoide, Phenolsäuren, Cumarine und Anthocyane. Sie sind in allen pflanzlichen Lebensmitteln enthalten, aber besonders viel in Superfoods wie:

  • Kakao und dunkle Schokolade
  • Zimt, Nelken und Sternanis
  • Schwarztee und Grüntee
  • Cistus … eine alte Heilpflanze
  • Pfefferminze
  • Beeren … zum Beispiel Aronia- und Heidelbeere
  • Oliven und Olivenöl … wenn es eine richtig gute Qualität ist
  • Walnüsse und Walnussöl
  • Hanfsaat und Hanföl
  • Kaffee

Polyphenole haben Wirkstoffe, welchen man nachsagt, dass sie:

  • Das Immunsystem unterstützen
  • Antientzündlich und antioxidativ wirken
  • Antiviral, antimykotisch, antibakteriell sein sollen
  • Blutdruck regulieren können und gefäßschützend wirken
  • Den Cholesterinwert verbessern
  • Einen positiven Einfluss auf Fettstoffwechsel und Verdauung haben

Jedes Polyphenol hat mal mehr und mal weniger von diesen Wirkungen, daher ist auch hier viel Abwechslung der Schlüssel.

Das richtige Maß an Bewegung

Regelmäßiger Sport kann mit einem reduzierten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden sein. Laut vieler Empfehlungen sollte es mindestens 30 Minuten Sport am Stück sein. Welcher Sport, ist nicht ganz so wichtig. Am effektivsten gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wirkt allerdings aerobes Ausdauertraining, wie Laufen/Joggen, Fahrradfahren, Training am Crosstrainer oder Rudern.

Um den Körper herauszufordern ohne ihn zu überfordern ist der maximale Belastungspuls sehr wichtig. Hierzu würde ich empfehlen einen Profi zu fragen, der mit Ihnen den richtigen Puls ermittelt. Als grobe Richtlinie gilt, dass man sich während des Sports noch normal unterhalten kann. Sehr interessant fand ich eine Studie vom Massachusetts General Hospital. Kurze Schübe intensiven Trainings haben offenbar eine positive Wirkung auf im Körper zirkulierende Metabolite, die an Insulinresistenz, oxidativem Stress, Gefäß Reaktivität, Entzündungsprozessen und Lebenserwartung beteiligt sind.

Ruhe und Erholung

Sicher muss ich nicht erwähnen wie wichtig es ist zur Ruhe zu kommen. Der Vollständigkeit halber verliere ich aber doch ein paar Worte darüber.

Anhaltender Stress, Unruhe und Schlafmangel können zu hohem Blutdruck führen und das Herz belasten. Im modernen Leben gehört Stress aber oft dazu. Um so wichtiger ist es zur Ruhe zu kommen! Damit ist nicht gemeint, sich vor den Fernseher zu hauen, bis wir durch die Ablenkung von außen endlich einschlafen, denn unser Nervensystem bleibt auch dann weiter unter Strom.
Gemeint ist eine innere Ruhe! Diese erreicht man durch verschiedene Techniken. Achtsamkeits-Meditation oder Autogenes Training zum Beispiel kommen ohne Bewegung aus. Yoga, Tai-Chi oder Qi Gong sind Arten „aktiver Meditation“ und für manche von uns besser geeignet. All diese Methoden bringen uns wieder mit uns selbst und unserem Körper in Kontakt. Zahlreiche Studien belegen positive Effekte auf Gesundheit, Wohlbefinden und die Aktivierung der Selbstheilungskräfte, manche sprechen sogar von Verjüngung!

Versuchen Sie ein paar Varianten und geben Sie sich Zeit. Wir haben gelernt uns viele Gedanken zu machen und wie können auch lernen, ab und zu damit aufzuhören. Suchen Sie doch mal nach einer geführten Meditation, nehmen Sie sich 20 bis 30 Minuten Zeit an einem ruhigen Ort, vielleicht auch einen schönen Duft und schon geht es los. Oder wie wäre es mit ausgedehnten Spaziergängen im Wald?! Diese haben nicht nur eine beruhigende Wirkung auf Geist und Körper. Die Luft im Wald steckt voller Botenstoffe, die wir kaum riechen können, die aber nachweislich unser Immunsystem stärken – Stichwort: Waldbaden!

Wertvolle Unterstützer!

Nach all der Zeit in Apotheken und im Reformhaus sind mir natürlich auch einige Nahrungsergänzungen bekannt, um hier und da noch etwas mehr positiven Einfluss zu nehmen. Ein paar möchte ich hier gerne mit Ihnen teilen.

Omega 3 Fettsäuren

Omega 3 Fettsäuren sind unerlässlich für die Gesundheit! In Bezug auf das Herz-Kreislauf-System interessiert uns zum einen der positive Effekt auf den Cholesterinspiegel, als auch die antientzündliche Wirkung. Ich persönlich bevorzuge Fischöl, da der Körper das tierische Omega 3 direkt verwenden kann. Das pflanzliche Omega 3 aus Leinöl muss erst umgewandelt werden und ist dadurch nicht so effektiv. Ein gut wirksames pflanzliches Omega 3 wird hingegen aus Algen gewonnen und ist eine gute Alternative für zum Beispiel Veganer.

Antioxidantien

Antioxidantien wie OPC und Aronia können den negativen Einflüssen durch Umwelt und Stress entgegenwirken, sie „beschützen“ das gute Cholesterin vor Oxidation, wirken antientzündlich, stärken die Gefäße und können Venenprobleme verbessern.

B Vitamine

B-Vitamine vor allem Vitamin B12, Folsäure und VitaminB6 sind wichtige Co-Faktoren um das gefäßschädigende Homocystein abzubauen. Bei einem Mangel können diese Vitamine gezielt einzeln eingenommen werden. Um einem Mangel vorzubeugen würde sich ein Vitamin B Komplex, mit allen B Vitaminen anbieten.

Betain

Betain ist ebenso ein wichtiger Faktor im Homocystein-Stoffwechsel. Manchmal reichen die B Vitamine nicht aus um einen erhöhten Homocystein Wert zu senken, dann wird zusätzlich mit Betain ergänzt. Außerdem ist es bedeutend für das Nervensystem, für Leber und Fettstoffwechsel und die Carnitin-Synthese.

Magnesium und Zink

Magnesium und Zink haben unzählige Aufgaben im Körper. Eine Studie zur gemeinsamen Supplementierung zeigte unter anderem eine Senkung der Entzündungswerte, die antioxidative Kapazität nahm zu und das Cholesterinverhältnis verbesserte sich. Diese Ergebnisse legen also positive Auswirkungen für die Herz-Kreislauf-Gesundheit nahe.

Weiẞdorn

Die Volksmedizin setzt Weißdorn fürs Herz und bei hohem Blutdruck ein. Experimentelle Untersuchungen zeigen, dass Weißdorn-Extrakt die Kontraktionskraft des Herzens stärkt, den Blutfluss in den Herzkranzgefäßen und im Herzmuskel steigert, den Gefäßwiderstand senkt und den Herzmuskel vor Sauerstoffmangel schützt. Weißdorn kann sehr gut als Muttertinktur oder Glycerin Mazerat eingenommen werden. Es gibt auch Frischpflanzensäfte, Tee aus den Blättern, Blüten und Früchten.

Mistel

Mistel wirkt ausgleichend auf den Blutdruck. Sie hilft sowohl bei zu niedrigem als auch bei zu hohem Blutdruck.
Misteltee wird kalt angesetzt – mit kaltem Wasser übergießen und am besten über Nacht stehen lassen. Etwas einfacher in der Anwendung ist die Mistel als Muttertinktur oder Glycerinmazerat.

Zitronen-Knoblauch-Kur zur Regeneration des ganzen Körpers.

Diese Kur ist schon sehr lange bekannt und ihr wird nachgesagt die Gefäße zu „putzen“, den Blutdruck zu normalisieren und das Herz-Kreislauf-System zu stabilisieren. Anleitungen um den Zitronen-Knoblauch-Trunk selbst herzustellen finden sich im Internet.

Regulatpro® Metabolic(eh klar 😊)

Regulatpro® Metabolic ist ein flüssiges Nahrungsergänzungsmittel mit Vitaminen und Mineralstoffen. Die „kaskadenfermentierten“ Regulatessenzen® gehören zu meinen Lieblingsprodukten. Das Regulatpro® Metabolic ist optimal konzipiert für Stoffwechsel, Energiehaushalt, Immunsystem, zum Schutz vor oxidativem Stress und für eine normale Herzfunktion – also der perfekte GesundShot!

So schütze ich mein Herz und meine Gefäße!

Ich persönlich habe auch immer mal ein Thema mit hohem Blutdruck, wahrscheinlich ausgelöst durch Stress und ein überaktives „Oberstübchen“. Natürlich bemühe ich mich, mich selbst an meine eigenen Empfehlungen zu halten, vor allem Ruhe zu finden ist wichtig. Meine Unterstützung aus der Natur ist die Mistel als Glycerinmazerat und ich trinke regelmäßig Tee aus der Jiaogulan-Pflanze. Jiaogulan, das Unsterblichkeitskraut stammt aus China und ist in Europa nicht als Lebensmittel zugelassen. Es ist aber dennoch erhältlich. Meine Venen stärke ich durch ein Achterl Aroniasaft täglich sowie mit wechselwarmen Duschen.

Wir haben es also selbst in der Hand! Durch unsere Ernährung und Lebensführung wird die Herz-Kreislauf-Gesundheit verbessert! Alle Risikofaktoren für Herz-Kreislauf und der Vitalstoffstatus gehören natürlich vom Arzt oder Therapeuten Ihres Vertrauens untersucht, um gegebenenfalls einen Therapieplan mit ihm zu besprechen!

Ich wünsche Ihnen ein starkes Herz und wenn Sie noch Fragen haben, wissen Sie ja wo Sie mich finden.

INA-MARIA KLAWIKOWSKI

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Ina Maria-Klawikowski

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